fbpx
Meine Reise aufrufen

Ich erkläre, dass ich die im Informationsschreiben über die Datenschutzbestimmungen enthaltenen Informationen erhalten habe und meine Zustimmung zu den unten angegebenen Zwecken erteile.

 
 

Passwort vergessen? Neuer User? Anmelden

Holz, Metall und Glas

Meine Reise aufrufen

Bevorzugte Aktivitäten

Sortieren nach Az - art

Holz, Metall und Glas

LABORATORIO ARTIGIANALE
Perugia – Bei den Handwerkern des Stadtzentrums

Auf der Suche nach der wahren Handwerkskunst in Perugia

von 50€ Pro Person
Price is lower based on umber of people
PASSEGGIATA DIDATTICA
Zwischen geschichtsträchtigen Orten und altem Handwerk

Unterwegs in den Wäldern auf der Suche nach verloren gegangenen Traditionen

von 90€ Pro Person
Price is lower based on umber of people

Holz, Glas und Metall

Sandro Penna, einer der größten italienischen Dichter des 20. Jahrhunderts, wurde in Perugia geboren und verbrachte dort seine Jugend. In einer seiner im hohen Lebensalter entstandenen Geschichten schreibt er, dass die Erinnerung an die Stadt, die ihm „zu wichtig und zu unbekannt“ ist, fast ausschließlich aus den Geräuschen und starken Gerüchen aus den Werkstätten besteht, die die Plätze und Straßen durchzogen. Solche Werkstätten nahmen jeden einzelnen Zentimeter der Erdgeschosse und Keller in der Altstadt ein, aber vor allem erinnert sich Penna an den Schmied unter seinem Haus, unweit des Arco dei Priori, dessen „Lärm ewig währte und jedes andere Gefühl dieses Ortes und dieser Zeit überdeckte„.

Auch wenn sich vieles geändert hat, ist die handwerkliche Tradition fast ein Jahrhundert nach der Zeit von Penna an jedem Ort in Umbrien eines der kennzeichnenden Elemente der Gegend geblieben. Der Hauptgrund, warum diese Tätigkeiten der Zeit und der Modernität trotzen konnten, liegt in der Qualität der Produkte, die das Ergebnis des sich gegenseitig beeinflussenden technischen sowie künstlerischen Wissens sind.

Neben Keramik und Textilien gehören Holz, Glas und Metall zu den wichtigsten Bereichen der regionalen Handwerksproduktion. Rohstoffe, die dank einer geschickten und alten Kunst seit Generationen zu einzigartigen Endprodukten verwandelt werden. Dieses Wissen, dank dem wir mit der Vergangenheit in Berührung kommen, ist ein nicht weniger wichtiges Zeugnis ist als jenes der großen Denkmäler und Kunstwerke.

Die Holzbearbeitung hat eine lange Tradition und ihre Wurzeln liegen in der Renaissance. Damals schufen die umbrischen Meister außergewöhnliche Holzarbeiten wie den Chor der Basilika S. Pietro in Perugia sowie die Stände und Kanzeln des Collegio del Cambio in derselben Stadt, den Chor der Kathedrale von Todi oder das überraschende Studiolo des Herzogs von Montefeltro, ein Raum, der ursprünglich im Palazzo Ducale von Gubbio eingerichtet wurde und heute im Metropolitan Museum in New York ausgestellt ist. Die Meisterhaftigkeit, durch die diese Werke entstanden, wurde über Jahrhunderte und Generationen zwischen umbrischen Handwerkern und Zimmerleuten weitergegeben. Sie heben sich bis heute auf dem Gebiet der Restaurierung und Möbelherstellung hervor. Eine der bedeutendsten Städte ist diesbezüglich zweifellos Città di Castello, wo im letzten Jahrhundert die sogenannte „Stilmöbelindustrie“ entstand. Diese Technik hat ihre Wurzeln in einer alten Tradition, in der das Hauptelement die Wiederverwendung von Altholz aus alten Möbeln ist, um neue „Stilmöbel“ herzustellen. Kürzlich haben die lokalen Handwerker eine Marke namens „Vero Mobile in Stile Altotiberino“ (Echtes Möbelstück im Stil der Gegend Altotiberino) gegründet und jedes Jahr findet Ende September in Città di Castello eine Ausstellung mit Silmöbeln und Handwerkskunst statt, bei der diese kleinen Juwelen betreffend Technik und Handwerkskunst bewundet und gekauft werden können.

Bei einem Besuch der Region finden Sie perfekte Beispiele, um die Bedeutung des Abdrucks zu verstehen, den die Tradition der Glaskunst hinterlassen hat. Um einen Eindruck davon zu erhalten, können Sie sich die Fenster der Kuppeln von Orvieto, Perugia und Todi ansehen. Sie alle gehören dem Werk lokaler Meister an, wobei sich diese Kunst hauptsächlich an zwei Orten entwickelte: Piegaro und Perugia.

Bereits Ende des 13. Jahrhunderts versorgte Piegaro einen großen Teil des Landes mit fertigen Produkten und Rohstoffen und etablierte sich bald als großes Zentrum für die Verarbeitung von Farbglas, ebenso wie für den Bau der Buntglasfenster des Doms von Orvieto in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Einige Maltechniken wurden hier erfunden, bevor sie in Venedig und Murano berühmt wurden. Seitdem konnte die Geschichte des Glases aus Piegaro kontinuierlich fortgesetzt werden und heute ist die Vetreria Cooperativa Piegarese einer der größten Industriebetriebe der Branche in Italien und Europa. Wenn Sie durch dieses charmante Dorf fahren, können Sie nach dem Besuch der alten Glashütte, in der sich heute das Glasmuseum befindet, nicht anders als das typische Fiasco di Piegaro zu kaufen. Dabei handelt es sich um eine Flasche in verschiedenen Größen mit einem prallen, kunstvoll handgewebten Strohmantel, der aus einer Sumpfpflanze namens „Scarcia„, die in der Region wächst, besteht.

Wenn Sie anschließend in den Hauptort weiterfahren, finden Sie dort die Spuren eines Person, die als Symbol der regionalen Glasmachertradition angesehen werden kann. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Perugia von Francesco Moretti ein Forschungslabor für antike Glasmaltechniken gegründet, die sich über die Zeit entwickelt haben und im Dom von Perugia und Todi bewundert werden können. Francesco Moretti wurde 1862 auch beauftragt, in seiner Stadt die gesamten 23 Meter des Buntglasfensters der Basilika von S. Domenico, eines der größten gotischen Buntglasfenster der Welt, zu restaurieren. Dieses Geschick wurde innerhalb der Familie weitergegeben. So entstand eine einzigartige Tradition, die seit zwei Generationen ausschlieplich von den Frauen dieser Hauses ausgeübt wird. Im Museum Studio Moretti Caselli, das in dem Gebäude eingerichtet wurde, in dem sich seit 1895 die historische Werkstätte befindet, können Sie mehr über die Geschichte dieser Familie erfahren und einige Werke bewundern, wie z.B. das strahlende Porträt der Königin Margarete von Savoyen, das 1881 von Francesco Moretti geschaffen wurde.

Die Metallverarbeitung hat einen wichtigen Zeitabschnitt für den Menschen gekennzeichnet. Der Erwerb dieser Art von „Know-how“ hat den Menschen eine intensive Weiterentwicklung ermöglicht und eine neue vorgeschichtliche Ära eingeleitet, die von einigen nicht ganz korrekten als “Metallzeit” genannt wird. Kupfer, Bronze, Eisen und viele andere Metalle haben im Laufe der Zeit den Produktions- und Wirtschaftssektor geprägt, der sich je nach historischen, geografischen und wirtschaftlichen Faktoren in einigen Bereichen stärker entwickelt hat als in anderen. In Umbrien hat sich ein Teil dieses Wissens über die Jahrhunderte und Jahrtausende verbreitet, insbesondere im Gold– und Eisenhandwerk.

In unserer Region gibt es tatsächlich eine der ältesten Goldschmiedtraditionen: die etruskische. In den letzten Jahren wurde eine spezielle Technik namens „Granulation“ wieder aufgenommen und angeboten. Dabei wird Mikrogranulat aus Gold mit einer Klinge aus dem gleichen Material verschweißt, um einen unverwechselbaren optischen Effekt entstehen zu lassen. Wenn Sie die höchsten etruskische Goldschmiedekunst kennenlernen möchten, können Sie das Museum Faina in Orvieto besuchen. Und falls Sie sogar in Stück dieser Tradition mit nach Hause nehmen wollen, werden Sie in den Handwerksbetrieben in Torgiano, Spoleto, Orvieto und Terni sicher fündig.

Der Schmied hingegen, der zu den Kindheitserinnerungen des Dichter Sandro Penna gehörte, war wahrscheinlich Teil einer langen Reihe an Kollegen, die im Mittelalter begann. Die Tradition des Schmiedeeisens in Perugia wurde in dieser Zeit zu einer meisterlichen Kunst. Ein Beispiel dafür sind die Tore der Kapellen der Kathedrale San Lorenzo. In Gubbio haben sich hingegen die lokalen Handwerker im Lauf der Zeit auf das Schmieden mittelalterlicher Waffen spezialisiert, eine Tradition, die bis heute erhalten ist und sich besonderer Beliebtheit erfreut. Wenn Sie traditionelle Schmiede bei ihrer Arbeit beobachten möchten, können Sie das Fest Mercato delle Gaite besuchen, das im Sommer in Bevagna stattfindet. Dabei erleben Sie ein paar Nächte lang auf besonders unverfälschte Weise alle bedeutenden Handwerke des Mittelalters, die die Wirtschaft des Ortes prägten.

Erfolgreich zu den Favoriten hinzugefügt.

Per creare il tuo itinerario avremmo bisogno di qualche informazione in più: indica dunque le date che preferisci, quanti siete e dai un valore ai tuoi interessi, così potremo iniziare a comporre la tua timeline insieme.