{"id":2725,"date":"2019-03-20T15:07:26","date_gmt":"2019-03-20T14:07:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.exploring-umbria.com\/la-storia-di-terni\/"},"modified":"2020-01-07T20:02:53","modified_gmt":"2020-01-07T19:02:53","slug":"geschichte-von-terni","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.exploring-umbria.com\/de\/entdecke-terni\/geschichte-von-terni\/","title":{"rendered":"Geschichte von Terni"},"content":{"rendered":"
VORR\u00d6MISCHES ZEITALTER<\/strong><\/p>\n Die gro\u00dfe Nekropolis Necropoli delle Acciaierie, die Ende des 19. Jahrhunderts beim Bau der Stahlwerke Terni entdeckt wurde, bezeugt, dass das Tal um die Berge Monti Martani bereits in der Eisen- und Bronzezeit ein dicht besiedeltes Gebiet war. Die Nekropolis ist riesig und erstreckt sich \u00fcber etwa drei Kilometer, wodurch sie mit der Nekropolis von S. Pietro in Campo (6. Jahrhundert), wo sich das Grab des Kriegers befindet, verbunden ist.<\/p>\n Wie in anderen Gegenden der Region war Terni bereits vor der Ankunft der R\u00f6mer zwischen dem 4. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. ein Vorposten der umbrischen Zivilisation. Die Siedlung Interamnia Nahars<\/em>, die um 672 v. Chr. dort gegr\u00fcndet wurde, wo die Stadt heute steht, muss eine der gr\u00f6\u00dften und am besten strukturierten Siedlungen gewesen sein. Dieser Siedlung entstammt der Name des Hauptflusses des Gebietes, Nera, der mitten durch Terni flie\u00dft. Die Naharki, ein Volk aus Hirten und Kriegern mit einer eigenen Identit\u00e4t, die diese Gebiete besetzten, haben die gro\u00dfe Nekropolis geschaffen.<\/p>\n R\u00d6MISCHES ZEITALTER<\/strong><\/p>\n Die ersten umbrischen St\u00e4dte, die erobert und romanisiert wurden, waren jene entlang der Via Flaminia, einer der wichtigsten Verkehrswege Mittelitaliens, die Rom mit dem Adriatischen Meer verband. Sie durchquerte das Herz der Gemeinde Terni und bildete den Cardo maximus<\/em>, der den Decumanus maximus<\/em> auf der H\u00f6he der heutigen Piazza della Repubblica<\/strong> \u00fcberquerte. Interamnia Nahars<\/em> war eine der ersten, die unterlag, und wurde bis 90 v. Chr. Statio<\/em> genannt, als mit der Lex Julia<\/em>, einem Gesetz, das allen italischen V\u00f6lkern die r\u00f6mische Staatsb\u00fcrgerschaft verlieh, die Siedlung zu einem echten Municipium<\/em> wurde. Die Spuren der r\u00f6mischen Zivilisation in Terni sind noch heute in den \u00dcberresten der Stadtmauer, im Amphitheater Fausto<\/strong> und in der Kirche Chiesa di S. Salvatore<\/strong> zu sehen, die auf den Fundamenten eines Domus<\/em> errichtet wurde. An der M\u00fchle Mulino Secci<\/strong>, am Ufer des Flusses Nera, wurde eine S\u00e4ule gefunden, die wahrscheinlich Teil eines Tempels war, der einigen Flussg\u00f6ttern gewidmet war. Aus Angst vor einem Volksaufstand wurde am 14. Februar 273 Valentino da Terni<\/strong> ebenfalls in der via Flaminia enthauptet. Auf Befehl des Kaisers Aurelian wurde der Bischof hingerichtet, weil er die Ehe zwischen der christlichen Serapia<\/em> und dem heidnischen Legion\u00e4r Sabino<\/em> amtiert hatte. Ihre Krankheit und die unkontrollierbare Liebe der beiden f\u00fchrten Valentino dazu, den Ritus einfach zu feiern. Der Tod erwischte sie zusammen, vereint f\u00fcr die Ewigkeit, wie sie es sich erhofft hatten, w\u00e4hrend sie den Segen erhielten. Kurz darauf erwischte der Tod auch den Kirchendiener, der von diesem Tag an Liebhaber aus aller Welt besch\u00fctzt.<\/p>\n MITTELALTER UND ZEITALTER DER KOMUNEN<\/strong><\/p>\n Nach dem Untergang des R\u00f6mischen Reiches in Terni ereilte die Stadt dasselbe Schicksal wie alle anderen Gebiete Mittelitaliens: Zuerst erfolgte die Invasionen der Goten, insbesondere die Verw\u00fcstung durch die Armeen von Totila<\/em> und Narsete<\/em> im 6. Jahrhundert, dann die longobardische Herrschaft und die bitteren Kriege mit den Byzantinern, im st\u00e4ndigen Kampf um die Schaffung von Platz f\u00fcr den Korridor, der Rom mit dem Exarchat von Ravenna entlang der Via Amerina verband. In dieser Zeit entstanden die m\u00e4chtigen Festungen und Befestigungssysteme, die das Gebiet umgeben und die Berge um Terni herum \u00fcberragen. 742 fand in der Stadt ein wichtiges Treffen der Geschichte Italiens statt: Papst Zaccaria traf den Langobardenk\u00f6nig Liutprando<\/em>, der Mittelitalien mit seiner Armee durchquert hatte, um die Ordnung unter seinen Herz\u00f6gen wiederherzustellen. Liutprando<\/em> gab einige strategische Gebiete an den Papst zur\u00fcck, der im Gegenzug die r\u00f6mische Miliz – offiziell unter der Kontrolle des evaneszenten byzantinischen Kaisers Artavasde<\/em>, der f\u00fcr den Thron von Konstantinopel k\u00e4mpfte – f\u00fcr die Eroberung des Herzogtums Spoleto zur Verf\u00fcgung stellte. Nach der Schenkung des Schlosses von Sutri durch Liutprando<\/em> an Papst Gregor II. war das Treffen in Terni das wichtigste Ereignis, das den Grundstein f\u00fcr den Bau des Kirchenstaates legte, der bis ins 19. Jahrhundert politischer Hauptakteur der italienischen Geschichte war.<\/p>\n Immer noch unter p\u00e4pstlichem Einfluss, wurde Terni zu einer der fr\u00fchesten Gemeinden. Im 9. Jahrhundert gew\u00e4hrte Papst Benedikt III. der Stadt Autonomie und zog die ersten Grenzen im Gebiet. Mit Friedrich Barbarossa zuerst und Friedrich II. sp\u00e4ter, gelangte Terni unter den kaiserlichen Einfluss und bleibt dies in wechselnden Abschnitten bis zum Feldzug des Kardinals „Oberst“ Albornoz<\/em>, der die Stadt nach der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts wieder unter die p\u00e4pstliche Herrschaft stellte.<\/p>\n Die Via Flaminia wurde lange Zeit vom Hl. Franziskus<\/strong> besucht, der sich mehrmals in Terni aufhielt. In der Stadt finden sich die Spuren des armen Mannes vorwiegend in der Kirche Chiesa di S. Cristoforo<\/strong>, wo er einer Legende zufolge im Haus des Pfarrers aufgenommen wurde und zwei Wunder erlebte, und nat\u00fcrlich in der Kirche Chiesa di S. Francesco<\/strong>, die Ende des 13. Jahrhunderts an der Stelle gebaut wurde, an dem Franziskus lebte, nachdem er gepredigt 1218 in der Stadt gepredigt hatte.<\/p>\n RENAISSANCE UND MODERNE<\/strong><\/p>\n Der gro\u00dfe politische Einfluss des Kirchenstaates hat in Terni eine Entwicklung von Herrschaften unm\u00f6glich gemacht. Der deutliche Abdruck, den Kardinal Albornoz<\/em> 1357 mit den Costitutiones Aegidianae<\/em> hinterlie\u00df, glich die Macht des Adels und die des Volkes aneinander an und lie\u00df keine der beiden Fraktionen \u00fcber die andere dominieren. Zu diesem Zweck gr\u00fcndete der spanische Kardinal das bewaffnete Corps de Banderari<\/em>, das sich aus Vertretern der Mittelschicht – Handwerkern und Kaufleuten – zusammensetzte, die die Aufgabe hatten, die B\u00fcrgermeister und Vorsteher – haupts\u00e4chlich Adlige – zu verteidigen und eine diskrete Entscheidungsbefugnis innerhalb der Stadtverwaltungen hatten. Aber allm\u00e4hlich \u00fcbernahmen die Adligen die Privilegien der Banderari<\/em>, die 1564 eine blutige Revolte organisierten und mit der Donnerb\u00fcchse in der Hand in den H\u00e4usern der einflussreichsten Adelsb\u00fcrger st\u00fcrmten, ohne jemanden zu verschonen, nicht einmal Frauen und Kinder. Papst Pius IV. verstand den Ernst der Lage und unterstellte die Stadt einer kommissarischen Verwaltung und sandte einen Verb\u00fcndeten, um zu regieren und die T\u00e4ter zu verfolgen. Die Rache war piet\u00e4tlos: Die abgetrennten K\u00f6pfe eines Gro\u00dfteils der Banderari<\/em> – auch derjenigen, die nicht an der Verschw\u00f6rung beteiligt waren – wurden ein Jahr lang \u00fcber der T\u00fcr des Palazzo del Governatore aufgeh\u00e4ngt.<\/p>\n Nach dem Aufstieg der Macht lie\u00dfen die Adligen dem Prunk des Luxus und der Weltlichkeit freien Lauf, um ihr eigenes Bild \u00fcber das der anderen zu stellen. In dieser Zeit wurden K\u00fcnstler wie Vignola<\/em>, Fontana<\/em>, Rainaldi<\/em>, Karel<\/em> van<\/em> Mander<\/em> und Antonio<\/strong> da<\/strong> Sangallo<\/strong> der<\/strong> J\u00fcngere<\/strong> in die Stadt gerufen. Letzterer, der in Terni unter mysteri\u00f6sen Umst\u00e4nden zu Tode kam, war der Architekt eines der sch\u00f6nsten Pal\u00e4ste der Stadt, des Palazzo Spada<\/strong>, der bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts der Adelsfamilie von Terni geh\u00f6rte und heute Sitz von B\u00fcros und des Stadtrates ist. Im 15. Jahrhundert ist auch die Anwesenheit von Benozzo Gozzoli<\/strong> in der Stadt dokumentiert und in dieser Zeit malte Piermatteo d’Amelia<\/strong> sein Meisterwerk f\u00fcr die Kirche Chiesa di S. Franzsesco, das Altarbild der Franziskaner<\/em>, das heute in der St\u00e4dtischen Kunstgalerie<\/strong> ausgestellt ist.<\/p>\n Die komissarische Verwaltung der Stadt und die Hexenjagd nach dem Aufstand der Banderari<\/em> l\u00e4utete eine lange Zeit des wirtschaftlichen und sozialen Niedergangs, erschwert durch einige Choleraepidemien, die sich im n\u00e4chsten Jahrhundert ausbreiteten, ein. In diesem Zeitraum verbreitete sich der Valentinskult. Papst Paul V. begann die Suche nach dem Grabmal des Heiligen, der 1605 exhumiert wurde. Um die Entdeckung der \u00dcberreste zu feiern, wurde mit der Restaurierung begonnen und die alte Basilika, die nach dem Tod des M\u00e4rtyrers im 4. Jahrhundert \u00fcber dem Grab errichtet wurde, restauriert.<\/p>\n DAS 20. JAHRHUNDERT<\/strong><\/p>\n \u00abAl silenzio delle vostre campane succeder\u00e0 il rumore dei telai ed il fischio del vapore. Ai cadenti casolari sostituir\u00e0 con la speculazione solidi ed ampi edifici; all\u2019ozio mantenuto dei conventi succeder\u00e0 il lavoro, poich\u00e9 quell\u2019acqua che scende limpida e meravigliosa per le cime delle vostre montagne, feconder\u00e0 la vostra industria\u00bb<\/em><\/p>\n \u00a0<\/em>So sprach beim Aufkeimen der Vereinigung Italiens Gioacchino Napoleone Pepoli, au\u00dferordentlicher Kommissar f\u00fcr die Provinzen Umbriens, zu den Einwohner Ternis und prophezeite die Zukunft, die der Stadt bevorstand. Aufgrund einer Kombination verschiedener politischer und geographischer Faktoren, wurde Terni im Laufe von 30 Jahren zu einem der wichtigsten Industriestandorte Italiens. Aus diesem Grund gr\u00fcndete die monarchische Regierung 1875 die k\u00f6nigliche Waffenfabrik, die heute dank des Waffenmuseums besichtigt werden kann. Die \u00c4nderungen in der Stadt durch die Industrie waren heftig: Am Ende des 19. Jahrhunderts waren in den Stahlwerken, Gie\u00dfereien, Werkst\u00e4tten und Chemiefabriken 11.000 Menschen besch\u00e4ftigt, die Bev\u00f6lkerung verdoppelte sich in 10 Jahren. Heute wurden einige dieser imposanten Geb\u00e4ude wieder instandgesetzt und aufgewertet. Neben dem Waffenmuseum ist auch die Fabrik f\u00fcr Carbid und Calciumcyanamid im Ort Papigno<\/strong> ein Beispiel daf\u00fcr. Die Fabrik, die 1901 erstmals die industrielle Produktion von landwirtschaftlichem D\u00fcnger aus Calciumcyanamid aufnahm, wurde 1973 geschlossen. Die verfallenen Geb\u00e4ude wurden als Drehort f\u00fcr zahlreiche Kinofilme genutzt, darunter auch La vita \u00e8 bella<\/em> von Roberto Benigni Die m\u00e4chtigen Fabriksgeb\u00e4ude der ehemaligen Mechanikwerkst\u00e4tten Bosco, die 1890 errichtet wurden, beherbergen nach ihrer Restaurierung heute Ausstellungs- und Kongressr\u00e4umlichkeiten.<\/p>\n Jahrelang hat die industrielle Strukturierung das Bild der Stadt gepr\u00e4gt und einen dunklen Schatten \u00fcber die historischen und k\u00fcnstlerischen Wunderwerke gelegt. Und ausgerechnet aufgrund ihrer Rolle als wichtiger Produktionsstandort wurde die Stadt Terni w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges durch \u00fcber 100 Bombardierungen von den Aliierten fast dem Erdboden gleich gemacht. Seit dem Wiederaufbau ist Terni eine rundum erneuerte Stadt, die ihre alten \u201eSch\u00f6nheitsfehler\u201c in Flaggen der Moderne verwandeln konnten, die ein enormes historisches und technologisches Erbe enthalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" VORR\u00d6MISCHES ZEITALTER Die gro\u00dfe Nekropolis Necropoli delle Acciaierie, die Ende des 19. Jahrhunderts beim Bau der Stahlwerke Terni entdeckt wurde, bezeugt, dass das Tal um die Berge Monti Martani bereits in der Eisen- und Bronzezeit ein dicht besiedeltes Gebiet war. 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